Die Costa Smeralda – Sardinien Küste der Reichen und Schönen

Wer heute einen Urlaubsort sucht, der schaut meist auch auf das Geld. Aus diesem Grund scheidet häufig Sardinien aus dem Grund aus, weil es den Ruf hat recht teuer zu sein. Doch das ist nur an der Costa Smeralda so. Ansonsten sind Sardinien Ferien auch nicht teurer, als wenn man nach Italien fahren würde. Dabei sind die Sarden ein sehr stolzes Volk, dass sie sich überhaupt nicht als Italiener betrachten, auch wenn nach dem Ende des Königreichs Sardinien die Insel an Italien fiel und seit 1948 autonome Region ist. Kurz darauf, in den 1950er Jahren wurde der Küstenabschnitt zwischen Liscia di Vacca und Cala Razzi di Junco an die Investmentgruppe rund um Prinz Karim Aga Khan verkauft und ein Luxus-Ferienort aus dem Boden gestampft für die Reichen und Schönen dieser Welt.

Foto: daniel stricker  / pixelio.de
Foto: daniel stricker / pixelio.de


Exklusiver Ferienort in den 1960er Jahren

Der einst Monti di Mola („Mühlstein-Berge“) genannte Küstenabschnitt gehörte bis dahin zu den isoliertesten Gebieten Sardiniens und war auch nur auf dem Seeweg erreichbar. Die dortigen Einwohner waren damals Hirten und Bauern, die von Subsistenzwirtschaft lebten – mehr schlecht als recht. Die rund 55 km lange Küstenlinie fiel dann für Pfennigbeträge der Investmentgruppe in die Hände und ist seit dem Ausbau der Inbegriff von türkisblauem Meer, traumhaften Buchten, glasklarem Wasser und unbezahlbarem Luxus. Die Costa Smeralda stand in den 1960er Jahren neben Malaga, der Côte d’Azur, Monaco und Sanremo entsprechend für Exklusivität, Luxus und galt als Ferienort für Manager, Stars und Sternchen.

Situation heute

Heute hat die Ferienregion zwischen Liscia di Vacca und Cala Razzi di Junco viel von ihrem Glanz verloren. Der Küstenabschnitt ist aber auf Sardinien immer noch der exklusivste und einer der schönsten Orte auf der Insel überhaupt. Inzwischen kommen auch normale Arbeitnehmer in diesen Ort, wenn sie sich mal etwas exklusives leisten und ansehen möchten. Sie bringen natürlich keine Yacht mit, wie andere, die diese in Porto Rotondo vor Anker gehen lassen. Doch ein bisschen vom Glanz vergangener Tage bekommt man an der Costa Smeralda immer noch mit. Wer einen Star hat, dem er gerne mal begegnen möchte, der hat vielleicht Glück und dieser liegt am Strand gleich neben ihm.