Die Menschen auf den Malediven

Die Malediven sind eine Urlaubsparadies für die Reicheren. Denn der Aufenthalt in einem Resort kostet schon einige an Geld. Dabei erleben die Urlauber Sonne, Strand und Meer  in vollen Zügen wie sonst nirgendwo. Und das Ganze auch noch unbehelligt von dem sonstigen Ablauf auf den Inseln. Denn sie verbringen die meiste Zeit – bis auf die Ankunft und die Abreise – auf einer meist kleinen Hotel-Insel, auf der es ein Gebäude mit nur wenigen Zimmern gibt. Mit Einheimischen kommen Malediven-Urlauber kaum in Kontakt. Und das ist durchaus gewollt. Denn der frühere Regierungschef, der schon Anfang der 1970er Jahre das Sagen hatte, führte die strikte Trennung in Hotel- und Einheimischen-Inseln durch. Hintergrund war, dass die Einheimischen in ihrer Kultur nicht stört werden und mit der westlichen Welt kaum Kontakt haben sollten.

Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

 

Heute werden Tabus gebrochen

 

Denn auf den Malediven herrscht der Islam als Staatsreligion. Nur in Malé kommen Touristen auch schon mal mit Einheimischen in Kontakt. Dabei ist der neue Regierungschef der Malediven ein bisschen konservativer eingestellt und ist auch durchaus bereit – wenn die Einheimischen das wollen –  Tabus zu brechen. Das heißt Touristen dürfen heute bereits vereinzelt Einheimischen-Inseln betreten und es wird ihnen auch angeboten mit dem Fischerboot hinauszufahren. Wer also möchte, der kann heute auf den Malediven auch das „echte“ Leben kennenlernen von den Einheimischen und sie nicht nur kurz als „unsichtbare“ Kochfee oder Dienstbote auf den Hotel-Inseln sehen. Die Einheimischen begegnen den Touristen dabei freundlich und gleichgestellt. Man erhofft sich so wieder mehr Zuspruch durch die Urlauber.