Einheimische auf den Malediven Inseln besuchen

Der Tourismus auf den Malediven Inseln begann in den 1970er Jahren. Für die Einheimischen bedeutet der Tourismus heute zwar einen gewissen Wohlstand, weil zum Beispiel industrielle Verarbeitung oder Landwirtschaft auf den Inseln nicht möglich ist, doch für die Einheimischen sind die Touristen selbst Fremde und werden es wohl auch bleiben. Grund dafür ist und war die Abschottungspolitik der Regierung der Malediven, die mehr als 40 Jahre lang betrieben wurde. Denn erst seit 2009 ist es Touristen überhaupt möglich Einheimischen Inseln auf den Malediven zu besuchen. Die Einheimischen leben in weiten Teilen des Inselstaates aber noch völlig unbehelligt von den Touristen. Mit dieser rigoros betriebenen Abschottungspolitik wollte die Regierung verhindern, dass die muslimische Kultur der Einheimischen durch die Touristen gestört wird.

Foto: Martin Simon  / pixelio.de
Foto: Martin Simon / pixelio.de


Zaghafte Annährung

Es ist aber eine zaghafte Annäherung, die man hier noch immer betreibt. Auf der einen Seite dürfen die Touristen am Tag zwar die Einheimischen Inseln besuchen, müssen diese aber vor Sonnenuntergang wieder verlassen. Die Vorurteile sind aus diesem Grund vor allem auf der Seite der Einheimischen noch sehr groß. Dabei wissen sich die Touristen durchaus zu benehmen. Denn es ist nicht ihr erster Ausflug meist in die muslimische Welt. Wer schon einmal in Dubai, der Türkei oder im Oman Urlaub gemacht hat, der weiß, dass man die Schultern bedeckt und keine kurzen Röcke trägt. Seitens der Einheimischen bestehen daher die meisten Vorurteile. Und dennoch gibt es zaghafte Annährungsversuche. So sprechen heute Malediver die Touristen durchaus auf der Straße von Malé an und bieten ihnen Schmuck und andere Handwerkserzeugnisse auch direkt an.

Kontakt mit der Freizügigkeit der Touristen

Es gibt aber Situationen, in denen sich der direkte Kontakt der Malediver mit den Touristen nicht vermeiden lässt. Dies trifft vor allem dann zu, wenn die Einheimischen als Bedienstete auf den Resort-Inseln arbeiten. Diese müssen sie nach wie vor auch noch immer am Abend verlassen, doch einige Einheimische sind auch liberaler geworden und scheuen den Kontakt zu den Touristen nicht mehr. Denn sie sind es schließlich, die Devisen ins Land bringen. Respekt und Achtung auf beiden Seiten – das ist das was sich die Touristen für den künftigen Tourismus auf den Malediven erhoffen.