Malaria in der Karibik

Ein Medikamenten Kühlschrank sollte eigentlich in jedem Hotelzimmer auf der Welt stehen, an jedem Ort und auch in der Karibik. Denn auch in diesem Urlaubsparadies gibt es ein paar Schattenseiten und eine davon sind durch Stechmücken übertragene Infektionskrankheiten. Neben dem Denguefieber und dem Chikugunya-Fieber ist auch die Malaria zu einer karibischen Krankheit geworden. Waren früher eher Länder die Afrikas und Asien sowie Brasilien Malaria-Länder, haben die Klimaveränderungen der letzten Jahrzehnte und die immer höhere Mobilität der Menschen dazu geführt, dass auch andere Weltgegenden wie die Karibik mit betroffen sind. Besondere Risiko-Gebiete für Malaria sind die Dominikanische Republik, Haiti, Jamaika und die Kleinen Antillen (besonders Aruba und St. Martin. Malaria wird am häufigsten durch den Stich der Anopheles-Mücke oder Malariamücke übertragen, wenn diese sich vorher mit winzigen einzelligen Erregern, den Plasmodien infiziert hat. Sticht die Mücke einen von Malaria befallenen Menschen, dann saugt sie mit dem Blut die Erreger auf und gibt sie beim nächsten Stich an einen anderen Menschen ab. Aber auch bei einer Blutübertragung im Krankenhaus ist eine Übertragung der Erreger möglich. Von Mensch zu Mensch überträgt sich Malaria nur höchst selten.

Bild: skeeze / Pixabay
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Die Symptome der Krankheit und vor allem der Schweregrad unterscheiden sich je nach dem Malaria-Erreger. Fast immer beginnt die Krankheit mit Fieber, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen und erinnert an eine Grippe. Es gibt Malaria-Arten, bei denen es zu Fieberschüben und fieberfreien Phasen kommt, bei anderen, wie der Malaris tropica fehlt dieses Symptom. Sie ist die gefährlichste Malaria-Form, während die Malaria tertiana und quartana eher leichtere Verlaufsformen zeigen. Alle Malaria-Formen lassen sich in der Regel gut behandeln, wenn nur rechtzeitig mit der Behandlung begonnen wird. Unbehandelt kann die Krankheit auch tödlich enden. Schon lange arbeite Forscher an einen Impfstoff gegen die Krankheit und haben jetzt erste Erfolge erzielt. Es gibt schon einen noch nicht in allen Ländern zugelassenes Impfstoff, der allerdings nur einen begrenzten Wirkungsgrad von weniger als 50 Prozent hat. Aber es gibt gute chemische und pflanzliche Malaria-Prophylaxe-Mittel, die man entweder vorbeugend einnehmen, bzw. vorsichtshalber mitführen sollte, wenn man in Malaria-Gebieten unterwegs ist. Darüber hinaus sollte man natürlich auch Mückenschutzmittel benutzen und sich durch entsprechende Bekleidung vor den Malaria übertragenden Mitteln schützen.