Noch mehr Informationen über die Geschichte der Chinesischen Mauer

Ich beschäftigte mich aufgrund eines Wanderurlaubs in China mit der Chinesischen Mauer und versuchte alles mögliche über sie herauszufinden. Die Teile der Mauer sind alle ein wenig unterschiedlich, weil sie alle in verschiedenen Zeitepochen gebaut wurden. Es gibt Abschnitte, die nur aus festgeklopftem Lehm mit Stroh und Reisig bestehen und welche, die richtig gebaut wurden. Erstaunlich ist, dass beide Arten bis heute überlebt haben und man Teile der Mauer sogar heute noch sehen kann, auch wenn sie aus Lehm hergestellt wurden. Am bekanntesten sind wohl de Abschnitte der Mauer, die 214 V. Chr, errichtet wurden unter dem chinesischen Kaiser Qin Shihuangdi. Er ließ nämlich Schutzwälle errichten, die nicht in den Tälern, sondern unterhalb der Kammlinie am Gebirge zu finden sind. Sie bestanden aus aufeinander geschichteten Natursteinplatten, weil es dort oben am Gebirge kein Lehm gab. So hat jeder Teil der Mauer seine eigene Geschichte. Die Mauer wurde außerdem immer wieder um- und ausgebaut. In der Jin- Dynastie von 1125 bis 1234 wurden ab 1192 Strafexpeditionen gestellt, die die große Mauer verstärken sollten. In der Ming- Dynastie startete dann die große, letzte Ausbauphase.

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Foto: jkalt / pixabay

Unter Kaiser Hongzhi 193 standen dann auch Wachen auf der Mauer, die zum Schutz gegen die Mongolen abgestellt wurden. Außerdem sollten sie den Handel überwachen. In den Bergkämmen war der Bau der Mauer besonders teuer und aufwändig. Hier wurden gebrannte Steine und Natursteine verwendet. Das Innere der Mauer wurde weiterhin mit Lehm, Schotter und Sand gefüllt. Viele Chinesen kamen beim Bau der großen Mauer um, aber genaue Schätzungen darüber gibt es nicht.