Reise auf die Malediven machen

Wer eine Malediven Reise schon mal gemacht hat und eine Tour zum Beispiel auf malediven-ferien.ch bucht, der hat sich sicherlich schon gewundert, warum man ihn so schnell aus der Hauptstadt Malé wieder raushaben möchte nachdem man auf dem Flughafen gelandet war. Der Hintergrund ist, dass die maledivische Regierung versucht, die Einheimischen und Touristen nur so wenig wie möglich miteinander in Kontakt treten zu lassen. Grund ist der Islam, der auf den Malediven Staatsreligion ist. Das bedeutet für die Touristen, die auf den Malediven Urlaub machen, dass sie wenig bzw. gar keine echte Kultur mitbringen, die in dieser Region des Indischen Ozeans herrscht. Auch wenn man nie Massentourismus haben wollte, hat auf den Malediven nun ein Umdenkprozess begonnen. Denn immer mehr Urlauber blieben der Inselgruppe fern, weil sie auch Kontakt zu Einheimischen haben wollen.

 

Foto: H. Hoppe  / pixelio.de
Foto: H. Hoppe / pixelio.de

 

 

Tabu sollen gebrochen werden

 

Doch dies war seit dem Beginn des Tourismus auf den Malediven faktisch nicht möglich. Das heißt wie sich das Land bzw. die Menschen kulturell entwickelt haben über mehr als vier Jahrzehnte hinweg, haben sogar auch Stamm-Urlauber nicht mitbekommen, die schon seit Beginn der 1970er Jahre auf die Inseln kommen. Seitens der Regierung wurde daher in jüngster Zeit das Tabu gebrochen – die Inseln der Einheimischen dürfen sich nun auch präsentieren. Doch dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Denn auch die Einheimischen selbst müssen zum Teil überzeugt werden. Man will aus ihnen dabei keine touristische Attraktion machen, sondern den Touristen durch bestimmte Zugänge zu Aktivitäten wie Feste die Kultur der Malediven näherbringen. Bisher dürften sich Tourismus und Alltagskultur nicht vermischen.

 

Situation bisher

 

Und die Urlauber residierten auf den reinen Hotelinseln, während die meisten der Einheimischen-Inseln für Ausländer nicht zugänglich sind. Es gibt aber inzwischen wenige Vorzeige-Mini-Eilande und natürlich die Hauptstadt, die man im Rahmen von Tagesausflügen besuchen kann. Zu verdanken ist dies einem jungen charismatischen Präsidenten, der unter dem autokratischen Regime seines Vorgängers sechs Jahre lang inhaftiert war und inzwischen zum „Malediven-Mandela“ stilisiert wird. Der Plan ist es, dass die Einheimischen und ihr Leben mehr in die touristische Infrastruktur einbezogen wird. Dies könnte auch das Mitfahren von Touristen auf Fischerbooten umfassen oder das Radfahren auf gut ausgebauten Inselwanderwegen.